Der Zusammenhang von Schlaf und Körperfettanteil

Schlaf wird überbewertet„!

Solche Aussagen hört man immer wieder. Gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft wird langes Schlafen häufig mit mangelnder Disziplin oder Faulheit verbunden. Doch gerade Sportler, gesundheitsbewusste Personen oder Menschen die ein bestimmtes Körpergewicht halten wollen, sollten auf ausreichend Schlaf achten. Denn dieser dient nicht nur dazu sich nach anstrengenden Trainingseinheiten zu erholen und der Muskulatur genügend Regeration zu ermöglichen damit sie wachsen kann, sondern bedingt auch die Bildung von Hormonen, welche verschiedene Auswirkungen auf unseren Körper haben.

Hormonhaushalt

Sowohl das Hungergefühl, als auch das der Sättigung, wird durch verschiedene Hormone bestimmt. Diese sind wie Botenstoffe welche dem Gehirn sagen was es tun soll, um auf Vorgänge im Körper zu reagieren. Das Hormon Ghrelin signalisiert ein Hungergefühl und sorgt dafür, dass der Stoffwechsel und die Fettverbrennung verlangsamt werden um Energie zu sparen. Als Gegenspieler dient das Hormon Leptin, welches das Sättigungsgefühl verursacht und dem Stoffwechsel sagt, dass er wieder normal arbeiten und Fett verbennen kann.

Im Vergleich zu Normalschläfern (8 Std.) ist der Leptin Spiegel von Wenigschläfern (5 Std.) um 15% verringert und bedingt so einen Anstieg des Ghrelin Aufkommens. Dies führt dazu, dass das Hungegefühl stark ansteigt und eine Sättigung verzögert einsetzt. Neben diesem Effekt konnte in einer Studie außerdem beobachtet werden, dass die Teilnehmer bei einer Schlafzeit von unter 7,7 Stunden vermehrt zum Verzehr von kohlenhydratreichen und fettigen Nahrungsmitteln neigten.

Man könnte jetzt sagen, dass der Tagesbedarf an Kalorien durch eine längere aktive Wachphase steigt, man deshalb mehr Energie verbraucht und das Gleichgewicht so wieder hergestellt wird. Doch dies ist nicht der Fall. In einer weiteren Studie konnte nämlich gezeigt werden, dass sich der Tagesumsatz bei nur 5 Stunden Schlaf zwar um 5% erhöht, die Studienteilnhemer aber trotzdem 1 Kilo Körpergewicht in einem Monat aufbauten. Dies lag neben den genannten hormonellen Veränderungen auch daran, dass mehr Zeit zum Essen verbleibt und gerade nächtliche Hungerattacken häufiger vorkamen.

Unsere Empfehlung: Versuche dich an einen geregelten Schlafrythmus mit festen Zeiten zu gewöhnen, an denen du zu Bett gehst und wieder aufstehst. Außerdem ist es sinnvoll im Wochenschnitt eine Schlafdauer von etwa 8 Stunden pro Nacht einzuhalten. Dauerhafter Schlafmangel hat sonst negative Folgen auf dein Gewichtsmanagement und behindert dich in deiner gesunden Lebensweise.

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