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Faszientraining – Teil 1

Eigentlich hat fast jeder schon von Faszien gehört. Das sind die Bindegewebsstrukturen, die den gesamten Körper wie ein Netz durchziehen und unsere Muskeln, Organe und Bänder umhüllen und miteinander verbinden. Was viele nicht wissen ist, dass sie gleichzeitig auch eine der Hauptursachen für Gelenk- und Rückenschmerzen sind. Bei Bewegungsmangel, Stress und einseitigen Belastungen können Faszien nämlich verkleben und langwierige Beschwerden verursachen.

Stress ist nicht nur Kopfsache

Eine der Hauptursachen für das Verkleben der Faszien ist Stress. Durch das Ausschütten bestimmter Stresshormone spannen sich die Bindegewebsfasern, aus denen Faszien bestehen, an. Das beeinträchtigt die elastischen Eigenschaften der Bindegewebsfasern und macht sie störrisch und fest.  In vielen Fällen führt das sogar zu Bewegungseinschränkungen. Vor allem lang anhaltender Stress kann die Anspannung der Faszien zu einem Dauerzustand machen und wirkt sich damit merklich auf die Lebensqualität aus.

Wer rastet, der rostet

Bewegungsmangel und einseitige Belastungen sind weitere Ursachen für verklebtes Bindegewebe. Menschen die ausschließlich sitzende Tätigkeiten ausüben sind besonders betroffen von Nacken-, Rücken- oder auch Schulterschmerzen. Grund dafür ist die extrem einseitige Körperhaltung, die manche Muskeln überlastet und andere verkümmern lässt. Folglich wird eine Schonhaltung eingenommen, die Schmerzen verhindern soll, aber eigentlich alles nur noch schlimmer macht. Denn diese veränderte Haltung führt zu einer noch stärkeren Überbelastung des Fasziengewebes. Die Kombination mit mangelnder Bewegung kann dies noch verschlimmern. Bewegung führt nämlich zu einer besseren Durchblutung und Flüssigkeitsversorgung, was existenziell für die Elastizität der Faszien ist.

Wer Stress ausgesetzt ist, sich wenig bewegt und vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausführt, belastet seine Faszien also am stärksten und sollte die Möglichkeit des Faszientrainings in Betracht ziehen. Dieses vereint vier Trainingsmethoden, die alle das gleiche Ziel haben- die Elastizität der Faszien zu erhalten und wiederherzustellen.

  1. Rebound Elasticity: Der Katapult- Mechanismus, bei dem sich die Vorspannung des Fasziengewebes zu Nutze gemacht wird, trainiert die federnde Funktion der Faszien.
  1. Fascial Stretch: Dabei werden komplexe dreidimensionale Bewegungen ausgeführt, um lange Muskelketten zu dehnen.
  1. Fascial Release: Die Eigenbehandlung mit der Faszienrolle löst fasziale Verdickungen und lockert das Gewebe.
  1. Fluid Refinement: Gezielte, fließende Bewegungen dienen zur Wiedereingliederung gestörter Körperstrukturen.

Wenn diese Trainingmethoden richtig angewendet werden, lassen sich eine Vielzahl von Beschwerden beheben oder im Keim ersticken. Eine genauere Erklärung zu den einzelnen Trainingsprinzipien folgt im nächsten Teil unserer Reihe zum Thema Faszientraining.

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