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Faszientraining Teil II

Es gibt viele Trainingsmethoden, deren Nutzen im Hinblick auf Gesundheit und Trainingsfortschritt stark unterschätzt wird. Dazu zählen unter anderem das Training der Rebound Elasticity und das Fascial Stretching. Diese sind Komponenten des Faszientrainings und zielen auf die natürliche Funktionalität unseres Bindegewebes ab.  Eine Integration dieser Methoden in den Trainingsplan hilft nicht nur bei der Verletzungs- und Schmerzprävention, sondern lässt euch auch garantiert größere Fortschritte im Training machen.

Springen wie ein Känguru

Kängurus können teilweise bis zu 13 Meter weit springen. Forscher fanden heraus, dass dies ohne die elastischen Eigenschaften ihres Bindegewebes und eine katapultartige Federbewegung ihrer Beine nicht möglich wäre. Bloße Muskelkraft allein reicht also für derartige Sprungleistungen nicht aus. Genau diese Federbewegung macht sich das Trainingsprinzip Rebound Elasticity zu nutze. Hierbei werden Bewegungen trainiert, die nicht langsam und statisch ausgeführt werden, sondern katapultartig und schnell. Bei Sprungbewegungen fungieren die Beine beim Landen also als eine Art menschliche Sprungfeder. Das trainiert die elastische Funktion der Faszien, welche unsere Muskeln bei Höchstleistungen unterstützt. Auch zur Verletzungsprävention kann dieses Trainingsprinzip genutzt werden. Denn bei Bewegungen, wie „Bücken“ und anschließendem Aufrichten unterstützt ein elastisches Bindegewebe unsere Rückenmuskulatur.

 

Abb. 1 Dehnen der Oberflächlichen Frontalfaszie

Abb.1 Dehnen der Frontalfaszie

Der Körper- ein Netzwerk aus Muskelketten

Wir bestehen nicht aus einzelnen, unabhängig voneinander agierenden Muskeln. Vielmehr sind alle Muskeln über Bindegewebe miteinander verbunden und bilden Muskelketten. So ist beispielsweise die Wadenmuskulatur mit der Muskulatur des hinteren Oberschenkels, des Gesäßes und der rückenstreckenden Muskulatur verbunden. Beim Fascial Stretching wird diese Verbindung zwischen den Muskeln berücksichtigt. Diese Trainingsmethode beinhaltet das Dehnen mit dreidimensionalen komplexen Bewegungen (siehe Abb. 1). Es werden also nicht nur eingelenkige Bewegungen ausgeführt, sondern große Bewegungen, bei denen der ganze Körper angesprochen wird. Damit wird das Beweglichkeitstraining viel effektiver und schmerzhafte Verklebungen im Bindegewebe können noch besser gelockert werden.

 

Wenn Ihr diese Trainingsmethode in Euer Wokout integrieren wollt, macht dies entweder am Anfang oder am Ende des Workouts. Die Ausführung vor Kraftübungen hat den Vorteil der besseren und schmerzfreien Beweglichkeit beim Training und die Ausführung am Ende des Workouts entspannt die, durchs Training beanspruchten Muskeln besser. Wir empfehlen Euch jedoch eine extra Trainingseinheit Faszientraining, um die volle Konzentration auf die Trainingsmethoden lenken zu können. Im nächsten Beitrag werden die anderen beiden Bestandteile des Faszientrainings erläutert- der Fascial Release und das Fluid Refinement. Außerdem erfahrt Ihr wozu eine BlackRoll eingesetzt wird.

 

Viel Spaß beim ausprobieren dieder beiden Faszientrainingsmethoden wünschen P&P Personal Training- eure Personal Trainer und Anbieter für betriebliche Geundheitsförderung in Dresden