Macht Obst dick?

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Gerade in der kalten Jahreszeit greift man vermehrt zu vitaminreichen Obstsorten, um sein Immunsystem zu stärken und nicht krank zu werden. Das hat man von seinen Eltern gelernt und auch die Werbung unterstützt diese Meinung mit einem riesen Angebot an Smoothies und Fruchtsäften, welche das gesunde Vitamin C enthalten. Was dabei aber nicht betont wird, ist der in bestimmten Obstsorten vorkommende hohe Anteil von Fruchtzucker (Fructose). Wie wirkt sich also diese Zuckerart auf unsere Gesundheit aus?

Wirkung von Fructose im Körper

Wie der normale Haushaltszucker auch, muss Fructose nach einer Mahlzeit über bestimmte Transporteinheiten der Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen werden. In der Leber wird er dann zu Traubenzucker und anderen Stoffwechselprodukten umstrukturiert und gespeichert. Aufgrund der komplexen und langwierigen Umwandlung dauert es deutlich länger als bei Traubenzucker, bis Fructose zur Energiebereitstellung zur Verfügung steht. Daher erfolgt der Anstieg des Blutzuckerspiegels auch viel langsamer. Dies hat sowohl Vorteile für Diabetes-mellitus-Patienten als auch für figurbewusste Sportler, welche die hemmende Wirkung von Insulin auf die Fettverbrennung meiden wollen.

Fructose und Fettabbau

Man könnte jetzt meinen, dass bei ausschließlichem Verzehr von Fructose kein Fettaufbau möglich ist und gleichzeitig die bestehen Fettreserven ungestört verbrannt werden können. Fruchtzucker wird wie erwähnt in der Leber zu Traubenzucker oder Leberglykogen umgewandelt. Dies funktioniert aber nur in begrenzten Maße (etwa 60-100g). Sind die Kohlenhydratspeicher der Leber gefüllt, wird der größte Teil des überschüssigen Fruchtzuckers zur Neubildung von Fett herangezogen. Dies geschieht natürlich nur unter einer positiven Energiebilanz und einem hohen Konsum von Früchten. Unabhängig davon konnte man jedoch nach der Einnahme von Fruchtzucker erhöhte Blutfettwerte sowie eine gesteigerte Fettneubildung beobachten. Dazu kommt, dass diese Zuckerart eine sehr geringe Sättigungswirkung erzielt, was die Entstehung von Übergewicht zusätzlich begünstigt.

Wirkung bei Sportlern

Ob die genannten Nachteile auch bei Sportlern zutreffen, welche einen viel besser arbeitenden Stoffwechsel besitzen und im Schnitt mehr Kohlenhydrate verbrennen, ist unklar. Allerdings zeigt sich, dass Athleten durch die Einnahme von Fructose auch keine Vorteile ziehen können. Generell empfiehlt es sich, eine Menge von 25-50g Fruchtzucker am Tag nicht zu überschreiten und diese am besten um das Training herum zu verzehren. Die hauptsächliche Einnahmequelle für Vitamine sollte immer noch Gemüse darstellen, da dort zudem deutlich mehr Mineralien und Ballaststoffe enthalten sind. Beispielsweise besitzt eine rote Paprika auf 100g gerechnet fast dreimal so viel Vitamin C wie eine Orange.

Fruchtzuckeranteil im Überblick (in g auf 100g Obst)

  • Mandarine: 1,3
  • Erdbeere: 2,3
  • Grapefruit: 2,5
  • Orange: 2,9
  • Banane: 3,7
  • Kiwi:             4,4
  • Apfel: 5,7
  • Weintrauben: 7,6
  • Rosinen: 32,8

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